Der heutige Artikel soll sich um das Hundefutter drehen, welches Stiftung Warentest getestet hat. Auch wenn unabhängige Warentests für eine umfassende Informationsbeschaffung wichtig sind, müsst ihr euch bewusst sein, dass diese schon einige Jahre alt sind und sowohl den Markt als auch die Qualität von 2006 präsentieren. Inzwischen vier Jahre später kann sich dies natürlich schon wieder geändert haben.
Hundefutter im Test von Stiftung Warentest
Stiftung Warentest ist die entscheidende Institution, wenn es um die unabhängige Untersuchung von Waren und Dienstleistung für den Verbraucher geht. Seit 1964 bewerten sie nach den verschiedensten Kriterien mit Schulnoten die Produkte und präsentieren die Ergebnisse in ihrer Zeitschrift. Im Jahre 2006 wurde schließlich Hundefutter, genauer gesagt Trockenfutter als Alleinfutter, näher untersucht. Einzig wurde unterschieden zwischen Futter für erwachsene Hunde und Futter ohne Altersbeschränkung. Dabei musste festgestellt werden, dass ganze acht der dreißig Marken mangelhaft sind.
Der Grund, nur Trockenfutter in Form von Brocken, Pellest und Ringen zu testen, liegt in der großen Beliebtheit bei Hundebesitzern. Gutes Trockenfutter muss ausreichend Nährstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Spurenelemente, ungesättigte Fettsäuren und Vitaminen enthalten.
Trockenfutter kann für Welpen gefährlich sein
Bei Trockenfutter als Alleinfutter ohne Altersbeschränkung liegt die Gefahr für Welpen in der erhöhten Dosis Kalzium, die die optimalen 1 Prozent oft bei weitem überschreiten und einem unguten Verhältnis zu Phosphor stehen. Zu viel Kalzium führt zu Skelettschäden und bei Welpen größerer Hunderassen zu krummen und ungleichmäßigen Knochen.
Bei einem Produkt von Aldi Nord wurde damals zwar kein erhöhtes Kalzium gefunden, aber die Menge an Vitamin A war zu gering und damit auch nicht wirklich für Welpen geeignet. Überraschenderweise schnitten die übrigen Produkte von Aldi erheblich besser ab. Außerdem wurde von Stiftung Warentest bemängelt, dass die getesteten Produkte ein schlechtes Verhältnis von Linolsäure zu alpha-Linolensäure hatten.
Im Test schnitten bei dem damaligen Test die Produkte von dm, Markus Mühle, Plus, Schlecker und Yarrah schlecht ab. Bestnoten gab es auch nicht für Frolic, Marengo und das Hundefutter von Aldi-Nord. Bemängelte wurde das teilweise Fehlen von Mindestmengen von Vitamin E, Zink, Kupfer, Selen und Phosphor auf der Verpackung. Problematisch sahen die Tester auch, dass das Hundefutter von Purina One genverändertes Sonja enthielt, ohne dabei es besonders auf der Verpackung besonders deklariert zu haben.
Die teilweise schlechten Ergebnisse beweisen die Unkenntnis vieler Hersteller, da sie das Hundefutter als Alleinfutter anpreisen und nicht das Alter mit seinen spezifischen Anforderungen berücksichtigen. Im Test kam heraus, dass lediglich 18 von 30 (also nur die Hälfte!) ihr Hundefutter mit Hinweisen auf die Unverträglichkeit für Welpen versehen. Damit fehlte bei ganzen 18 Herstellern ein solcher Hinweis und bei einem Hersteller wurde auf der Verpackung behauptet, dass sich dieses Alleinfutter für jegliches Alter eignet und damit nicht schädlich für Welpen ist.
Ergebnis: Gutes Hundefutter ist nicht immer teuer
Stiftung Warentest betont in ihrem Artikel jedoch auch, dass es oft auch gutes Hundefutter für wenig Geld gibt und trotzdem ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Gutes Hundefutter kann man auch im Discounter (Edeka, Rewe) so finden. Als Tipp von der Reaktion bekommt auch, dass man vor allem mit größeren Packungen Geld sparen kann. Als sehr gute und empfehlenswerte Hundefutter sind sowohl die Marken von Edeka, Rewe und Aldi für den kleineren als auch Fressnapf/Select Gold und Royal Canin für den etwas größeren Geldbeutel. Diese Futter sollte man jedoch einem ausgewachsenen Hund geben und nicht einem Welpen.
Die gesamte Liste findet man noch einmal hier oder im herausgegebenen Heft von September 2006.

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Im letzten Absatz:” Gutes Futter ist nicht immer teuer”
steht: Diese Futter sollte man jedoch nicht einem ausgewachsenen Hund geben und nicht einem Welpen.
Liebe Grüße
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Ich habe den Fehler berichtigt. Natürlich hoffe ich, dass der Artikel dir trotzdem geholfen hat.
Ihr müsst euch, gerade was Lebensmittel angeht, GENAU durchlesen WAS die Stiftung Warentest testet.
Im Fall von Hundefutter wurde lediglich getestet, ob die Inhaltsstoffe auch der Deklaration auf der Packung entsprechen. Die Qualität des Futters wurde NICHT bewertet.
Das traurige ist, dass viele, viele Verbraucher auf diesen angeblichen Test hereingefallen sind und immer noch hereinfallen.
Hier mal einige Stellungnahmen von Futtermittelherstellern zu o.g. Test:
Yarrah
Stellungnahme Yarrah – Hundefutter Test Stiftung Warentest
Weder der Ursprung und die Qualität der verwendeten Grundstoffe noch der verwendete Fleischanteil sind in die Beurteilung der Produkte eingeflossen. Auch Zusätze wie Zucker, Aromen, Farb- und Duftstoffe und der Aspekt der Tierfreundlichkeit (Tierversuche) waren bei dem Test kein Thema. Es wurde ausschließlich der Substanzwert des Produkts (Zutaten und Nährstoffe) betrachtet. Hundeliebhaber können heutzutage nicht mehr nur auf den Substanzwert eines Futters achten, sondern müssen in zunehmendem Maße auch den Erzeugungsprozeß berücksichtigen, um auf lange Sicht eine dauerhafte Lebensqualität für Ihr Haustier gewährleisten zu können …
Vet-Concept (und die haben gut – sehr-gut abgeschnitten)
Vet-Concept als Spezialist für gesunde Tierernährung setzt sich gerade deshalb kritisch mit dem Testergebnis
von Stiftung Warentest auseinander. Wir richten uns bei unseren Rezepturen nach den aktuellen
wissenschaftlichen Empfehlungen, u.a. nach Meyer und Zentek, und haben die Kontrollen aller Rezepturen
zur Einhaltung unserer Vorgaben weiter verschärft!
Unberücksichtigt in der Beurteilung der Futtermittel blieben außerdem die Herkunft und die Qualität
der eingesetzten Rohstoffe sowie der eingesetzte Fleischanteil (4%? Oder 60%?). Zusätze wie Zucker,
Konservierungs-, Farb- und Geschmacksstoffen waren ebenfalls nicht Gegenstand der Untersuchung.
Schade, denn für uns Hundehalter macht es einen Unterschied, ob Nahrung aus überwiegend
naturbelassenen Zutaten besteht oder analytisch standardisierte Fertigmischungen in den Napf gelangen.
Und dieser Linie bleiben wir treu. Weil uns zufriedene Hundehalter wichtiger sind als befriedigende
Bedarfszahlen.
Bewita (und die wurden überhaupt nicht getestet)
Worüber sagt das Testergebnis nichts aus?
Das Ergebnis dieses Tests lässt auf Grund der fehlenden Überprüfung / Bewertung
zu vielen wichtigen Qualitätskriterien keinerlei Aussagen zu.
Verwertung (Verdaulichkeit) des Futters bzw. der enthaltenen Nährstoffe:
Bei dem Test hat es sich nicht um eine Futterwertleistungsprüfung gehandelt, wie sie
im landwirtschaftlichen Futterbereich bereits seit vielen Jahren etabliert ist. Es
wurden keinerlei biologische Überprüfungen des Futters am Hund vorgenommen.
D.h. es wurde auch nicht erfasst, wie gut die enthaltenen Nährstoffe überhaupt vom
Tier verwertet werden. Es macht einen erheblichen Unterschied für die Qualität eines
Futtermittels, ob man den Nährstoff Protein z.B. in Form von Federmehl oder
hochwertigem Geflügelfleisch liefert.
Zusammensetzung des Futters
Bei der Bewertung des Futters wurde nicht berücksichtigt, ob die deklarierte
Zusammensetzung des Futters Art und Qualität der verwendeten Rohstoffe erkennen
lässt. Ein Futtermittel mit einer Gruppendeklaration (z. B. Aldi Alnutra: Getreide,
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse…) wurde
genauso bewertet wie ein Futtermittel mit hochwertiger Einzeldeklaration.
Zusatzstoffe des Futters
Inwieweit künstliche Farb-, Geschmacks-, Konservierungsstoffe oder Antioxidantien
verwendet wurden, war nicht Gegenstand des Tests.
Wenn man bedenkt, dass die im März/April 06 gekauften Testprodukte zum Beispiel
Mindesthaltbarkeiten aufwiesen, die bis August/September 07 (Aldi Alnutra; Aldi
Maximus) oder sogar bis 20.03.08 (Lidl Belosan) liefen, darf bezweifelt werden, ob
dies ohne Konservierungsstoffe und künstliche Antioxidantien möglich ist…
Hegis-Tiernahrung
Beispiel: die Wertigkeit der verwendeten Inhaltsstoffe der getesteten Futtersorten
wurde überhaupt nicht getestet, d.h. ein Futter mit einem niedrigen Fleischanteil oder
einer Fleischsorte mit einer niedrigen biologischen Verwertbarkeit wurde mit
gleichem Maßstab gemessen wie ein Produkt mit hohem Fleischanteil bzw. hoher
biologischer Verwertbarkeit der Fleischsorte. Ganz abgesehen von den verwendeten
Getreidesorten und den mengenmäßigen Getreideanteilen je Futtersorte.
Hochwertige Inhaltsstoffe kosten nun einmal mehr als minderwertige. Sie ernähren
sich doch bestimmt auch nicht nur von den billigsten am Markt erhältlichen
Nahrungsmitteln, sondern legen bei Ihrer Ernährung doch bestimmt auch Wert auf
eine gute Qualität der Nahrung.
Für Rückfragen und Erläuterungen steht Ihnen das Hegis Team gerne zur
Verfügung.
Fakt ist: Der Test der Stiftung Warentest war eigentlich gar kein Test des Futters, sondern lediglich eine Überprüfung der angegeben Zusammensetzung. Was letztlich im Futter war wurde in der Bewertung nicht berücksichtigt.
MfG